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 Betreff des Beitrags: Der Snap
 Beitrag Verfasst: So 12. Jan 2014, 21:57 
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Registriert: Sa 7. Sep 2013, 19:59
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Der Snap, Wurf und Führung.

Den Snap gibts in verschiedenen Gewichtsklassen, ich verwende 20-25 g auf Mefo und 30 g auf Dorsch, je nachdem was am Wasser so los ist, Wind-Strömung u.s.w., es ist auch wichtig zu wissen auf welchen Fisch man es abgesehen hat.

Ich versuche es mal zu erklären:

Als erstes ist zu erwähnen, das der Snap ein unwahrscheinlich gutes Flugverhalten in der Luft hat. Ich habe bis jetzt noch mit keinem anderen Blinker gefischt, der diese Wurfweite erreicht. Das heißt nicht, dass die Fische auf volle Wurfdistanz beissen, aber man kann eine größere Fläche abfischen. Wenn ich am Wasser bin, fische ich meinen Standplatz immer fächerförmig ab. Das heisst das ich, bevor ich ins Wasser wate das Ufer abfische und auch mehrere Würfe parallel zum Ufer mache, ich habe schon viele Mefos in der ersten Rinne gefangen, danach gehe ich erst ins Wasser. Dann werfe ich z.b nach links wieder parallel zum Ufer, hole ein und versuche den nächsten Wurf ca. 10 m weiter Richtung See zu platzieren. Es sollte eigentlich so aussehen wie bei einem halben Kuchen, bei dem der Angler in der Mitte steht. Es gibt eigentlich zwei Möglichkeiten, entweder suche ich die Fische ( das heisst laufen, laufen, laufen) oder ich weiß, das welche vorbeikommen und fische die Stelle mehrere Std. ab und muss warten bis sie da sind und hoffentlich meinen Köder sehen.

Laufverhalten:
Ich verwende den Snap für mehrere Techniken, schnelles Einholen auf Mefo, langsames Einholen über Grund auf Dorsch, Jiggen über Grund (hüpfenlassen auf dem Grund -der Snap muss immer wieder auf dem Boden aufschlagen und dann Sprünge von 50 cm bis 1 m machen ) oder einfach wie einen Pilker benutzen. Das liegt natürlich immer an der Strömung und der Wassertiefe wie ich den Blinker einsetze!
Wenn man einen Spinnstop oder einen hängenden Spinnstop einlegt, fängt der Snap an zu taumeln und dreht sich um bis zu 360 Grad um die eigene Achse, das löst bei den Fischen einen Beissreflex aus, bei schnellerem Einholen wird das Taumeln weniger. Ich montiere einen zusätzlichen Tönnchenwirbel zwischen Blinker und Haken . Mefos machen immer starke Kopfschläge und drehen sich um die eigene Achse, mit dem zusätzlichen Tönnchenwirbel fällt es der Mefo schwerer sich rauszudrehen. Eine andere Möglichkeit das zu verhindern ist der Durchlaufblinker, wenn die Mefo hier mit dem Kopf schüttelt rutscht der Durchlaufblinker einfach auf der Schnur nach oben und schon ist die Hebelwirkung nicht mehr vorhanden, da nur der Haken im Maul sitzt. Wichtig ist auch noch, das Ihr die Schnur kurz vor dem Aufschlagen auf dem Wasser bremst, damit sich die Schnur streckt, wenn der Schnurbogen in der Luft zu gross wird braucht Ihr zu lange um den Kontakt zum Köder herzustellen.

Als erstes erkläre ich die Meerforelle:

Die Mefo fängt man in den meisten Fällen, direkt unter der Wasseroberfläche, d. h. volle Pulle rausfeuern und dann kurbeln was das Zeug hält. Man muss den Köder wirklich schnell führen und ich meine schnell. Ich benutze eine Rolle in einer 4000er Grösse. Wenn der Blinker, beim Einholen, kurz die Wasseroberflädche durchbricht, macht das überhaupt nichts, im Gegenteil manchmal mache ich das sogar extra um die Mefos zu reizen. Wenn das passiert, mache ich einen hängenden Spinnstop, dann taumelt der Blinker wieder ab und ich mache volle Pulle wieder weiter. Sehr oft bringt der Spinnstop den Biss, wenn die Mefos beissfaul sind hat man oft Nachläufer, das heisst die Mefos schwimmen dem Blinker hinterher und schubsen manchmal sogar mit dem Maul den Blinker an. Dann gibts nur zwei Möglichkeiten, entweder noch schnellere Kurbelumdrehungen, meist langen 4-5 oder einen Spinnstop. in beiden Fällen imitiert man einen Köderfisch der entweder noch schneller flüchtet oder angeschlagen zu Boden taumelt.

Dorsche vom Ufer:

Bei den Dorschen vom Ufer aus, lasse ich den Snap voll durchpendeln, danach mache ich 4 - 5 schnelle Kurbelumdrehungen, hängender Spinnstop und wieder 4 -5 schnelle Umdrehungen, das wiederholt sich immer wieder, wobei ich die schnellen Kurbelumdrehungen variiere, je nach Strömung, manchmal mache ich nur 2, manchmal 6 oder 7. Im Hochsommer jagen die Dorsche manchmal wie die Mefos, also direkt unter der Wasseroberfläche, hierbei hatte ich gute Erfolge mit dunklen Ködern und einer Springerfliege mit einer Leuchtperle davor gemacht, die ich immer mal wieder mit meiner Kopflampe anleuchte. Wichtig ist das Ihr im Hellen ins Wasser geht und eine gute Kopflampe habt damit Ihr die Hände freihabt. Sucht euch am besten am Anfang einen ebenen Untergrund, im Dunkeln ist das Waten noch unsicherer wie im Hellen. Ich habe immer einen Watstock dabei, es gibt doch ein Sicherheitsgefühl wenn man den Boden im Dunkeln nicht sieht und man ihn mit dem Watstock abtasten kann. Am besten ist die Nachtangelei zu mehreren, dann ist immer schnelle Hilfe da. Kein Fisch der Welt ist es wert sein Leben aufs Spiel zu setzen.

Bootsangeln:

Vom Boot verhält es sich wieder anders. Wenn man vom Boot aus in der Andrift fischt, verhält es sich so wie vom Ufer, man muss nur noch etwas schneller kurbeln, da die Strömung den Köder auf euch zutreibt, es ist schwierig, den Köderkontakt optimal zu halten. Wenn ich in der Abdrift fische, versuche ich den Köder in einen 90 Grad Winkel zur Abdrift zu fischen, dann bewegt sich der Snap quer zur Strömung. Wichtig ist, das man ihn immer einmal kurz durchpendeln lässt. Wenn sehr viel Kraut da ist, muss man auf einen Einzelhaken umsteigen. Wenn Ihr feines ganz hellgrünes Gras/Kraut an dem Angelhaken habt, müsst Ihr euch diese Stelle merken, hier stehen immer Dorsche oder die Mefos. Ich denke, das die Jungbrut das frische Gras bevorzugt und wo Jungbrut ist, sind die Jäger nicht weit.

Abdrift:
Bei der Abdrift verhält es sich ein bißchen anders. Nachdem der Snap aufs Wasser aufgeschlagen ist, müsst Ihr sofort euren Wurffinger über die Rolle an die Schnur legen. Es kommen sehr viele Bisse beim Absinken, da der Snap sofort mit seinen Dreh- und Pendelbewegungen anfängt. So spürt Ihr auch genau, wenn der Snap auf dem Grund aufschlägt. In der Andrift hebe ich dann die Rute nur senkrecht an und drehe mehrere Kurbelumdrehungen ganz schnell, währendem ich die Rute wieder in die waagerechte führe, ganz wichtig ist, das Ihr den Kontakt zum Köder nicht verliert.

Erklärung:
Bei einem Spinnstop hört man ganz mit dem Kurbeln auf, der Blinker bewegt sich aber noch in die Zugrichtung, durch Strömung und Wind, hat man meistens schnell einen Schnurbogen und man verliert die Köderkontrolle. Beim hängenden Spinnstop reduziert man die Einholgeschwindigkeit um ca. 90-95 %, der Schnurbogen ist weniger und die Köderkontrolle besser.

So ich hoffe einige Fragen sind beantwortet, versucht es einfach mal, wenns nicht gleich klappt, nicht aufgeben, der Erfolg wird sich mit der Verbesserung eurer Angeltechnik von selbst einstellen.

Alles o. g. ist meine Angeltechnik, jeder macht es vielleicht etwas anders.

Ich wünsche euch viel Petri Heil!

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Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen! Gruss Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Snap
 Beitrag Verfasst: So 12. Jan 2014, 22:50 
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Interessant ... ich nutze beim Snapsen in Küstengewässern auch gerne die Pilk-Boden-Technik... wenn der Grund relativ hängerfrei ist.

Der Köder trifft den Boden und wird dann einige Meter gekurbelt, dann hoch die Rute, der Köder sinkt wieder ab. Nach dem Auftreffen auf den Boden wieder losdrehen...

Viele Fische stürmen dem Köder hinterher und erwischen ihn weit unten, drücken ihn wohl gegen den Sand - immer wieder gehakt in der unteren Lippe bzw. dem Kiefer und dann auch noch von außen.

Probier's 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Snap
 Beitrag Verfasst: Mo 13. Jan 2014, 14:54 
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Wohnort: Hamburg
Meines erachtens nach, hängen die extremen Wurfweiten des Snaps mit den falschen Gewichtsangaben auf dem Köder zusammen.
Hast Du mal einen Snaps gewogen? Du wirst staunen......

Ansonsten gebe ich Dir in allen Punkten recht, fische aber selber lieber den "Gno", den ich mit einer entsprechenden Rute auch bis kurz vor DK feuern kann.

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Wann war eigentlich der Moment, als aus "S.x, Drugs und Rock´n Roll"
"Laktoseintoleranz, Veganismus und Helene Fischer" geworden ist?


Gruß Patty

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Snap
 Beitrag Verfasst: Mo 13. Jan 2014, 18:05 
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Patty hat geschrieben:
Meines erachtens nach, hängen die extremen Wurfweiten des Snaps mit den falschen Gewichtsangaben auf dem Köder zusammen.
Hast Du mal einen Snaps gewogen? Du wirst staunen......

Ansonsten gebe ich Dir in allen Punkten recht, fische aber selber lieber den "Gno", den ich mit einer entsprechenden Rute auch bis kurz vor DK feuern kann.



Meinst du mit Gno das: http://suche.guenstiger.de/Falkfish-Sp% ... suche-html

Oder welchen fischt du ??

Und ja, ich habe die Snap auch Gewogen und sie waren schwerer als die Angabe hinten drauf war.

_________________
Reisender
Wer mich betrügt hat verloren....!!
http://www.kutter-und-brandung.de/forum/portal.php


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Snap
 Beitrag Verfasst: Mo 13. Jan 2014, 18:10 
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Beiträge: 829
Bilder: 1
Wohnort: Hamburg
Ich meine diese hier:
http://www.meerforellenblinker.de/index.php?cat=c94_Gno-Blinker-Gno-Blinker.html

_________________
Wann war eigentlich der Moment, als aus "S.x, Drugs und Rock´n Roll"
"Laktoseintoleranz, Veganismus und Helene Fischer" geworden ist?


Gruß Patty

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Snap
 Beitrag Verfasst: Mo 13. Jan 2014, 20:17 
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Bilder: 1734
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:danke2: Jörg,
vielleicht kann ich mit deinen Anregungen ja mal meine kunsköder Fangquote verbessern.
Gruß aus Hamburg
Malte

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http://brandungsangler.weebly.com/ Angeln zwischen Ostsee und Elbe


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Snap
 Beitrag Verfasst: Mo 13. Jan 2014, 20:28 
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Registriert: Mo 7. Feb 2011, 21:32
Beiträge: 539
Bilder: 63
Wohnort: Kurz vor Dresden
Ich find das is ne tolle Anleitung und sehr schön beschrieben.
:danke2: dafür!
Vielleicht brauch ich mit den Tip's nicht gerade 1000 Würfe :mrgreen:

_________________
Gruß Thuny (Frank)

"ANGELN IST EINES NACHDENKLICHEN MANNES ERHOLUNG"
Izaak Walton

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