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 Betreff des Beitrags: Lerne von den uralten Meistern
 Beitrag Verfasst: Mo 10. Sep 2012, 21:56 
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Ein wenig Beschäftigung mit den frühen Entwicklungen der Fliegenfischerei fand ich für mich überraschend, plötzlich aber auch spannend.

1652 veröffentlicht John Denny diese Zeichnung einer Fliege. Für mich enthält sie etwas, das heute eher verpönt zu sein scheint (korrigiert mich, wenn ich es falsch recherchiert habe): Die Fliege hat einen breit ausgefächerten Bremsfallschirm. Sie wird zur langsamen Bewegung angehalten und nicht zur stillen Lage auf dem Wasser, sondern durch die Querfedern zu ordentlich Rabatz an der Oberfläche der Art "Todeskampf der Fliege".

Bild

Es dauerte nicht lange und die Spezialisten wussten verschiedene Fliegen zu bauen. Mir scheinen sie breit und furchend, mithin eher reizend und nicht still.

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Der Fisch war offenbar vorne an zu fangen...

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So sah es u.a. vor über 200 Jahren aus.

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Erst später wurde es nötig den Reiz zu erhöhen. Arme Vogelwelt - jetzt bekamen verschiedene Piepse einen tieferen Fangsinn für den Fliegenfischer.

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Die Fliegen scheinen mir robust und auf optischen und akustischen Reiz ausgelegt. Ich staune, wenn ich die lütten filigranen Nachbauten von heute sehe.

Als das Reizen im Flachbereich nicht mehr reichte wurden die Stöcke länger und es entstanden die ersten Anleitungen für Wurftechniken.

Bild

Warum sind die heutigen Fliegenruten so kurz?

Warum sind die Fliegen vielfach so klein?

Warum ist es so hoch technisch ausgelegt, wenn der Fliegenfischer los geht?

Warum fischt er nicht dort, wo es die Vorväter schafften ihre Familien zu ernähren?

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 Betreff des Beitrags: Re: Lerne von den uralten Meistern
 Beitrag Verfasst: Mo 10. Sep 2012, 22:09 
 
Hallo Andreas,

die Fragen kann ich dir zwar nicht beantworten aber der Bericht ist mal sowas von genial, Hammer!!! :thumbsup:


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 Betreff des Beitrags: Re: Lerne von den uralten Meistern
 Beitrag Verfasst: Di 11. Sep 2012, 06:29 
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Nette Bilder und schöner Bericht!

Andreas hat geschrieben:
Warum sind die heutigen Fliegenruten so kurz?

Warum sind die Fliegen vielfach so klein?

Warum ist es so hoch technisch ausgelegt, wenn der Fliegenfischer los geht?

Warum fischt er nicht dort, wo es die Vorväter schafften ihre Familien zu ernähren?


Vermutliche Antworten:

Warum sind die heutigen Fliegenruten so kurz?
Lange Ruten sind umständlich zum Transport und mit Sicherheit auch schwerer zu fischen. Als früher noch mit normaler Schnur gefischt wurde war die lange Rute notwendig um Weiten zu erreichen. Die verwendung neuer Schnüre die tragend sind, wie eine Keulenschnur, ermöglichen es weiter zu werfen trotz kürzerer Ruten...


Warum sind die Fliegen vielfach so klein?
Weil die Fische kleiner geworden sind! Die großen Fische sind nicht mehr überall zu fangen, Mitgrund ist wohl eine Überfischung?

Warum ist es so hoch technisch ausgelegt, wenn der Fliegenfischer los geht?
Der Zahn der Zeit, bessere Materialien und besseres Verständnis der Materie. Wobei ja das Fliegenfischen weniger technisch ist als das Spinnfischen. Eine Rolle wird theoretisch nicht gebraucht, die Schnur wird geworfen, kein Köder also nur kurze distanzen und dann wird mit der Hand gestrippt...

Warum fischt er nicht dort, wo es die Vorväter schafften ihre Familien zu ernähren?
Ich würde sagen die Antwort ist wie bei der zweiten Frage. Früher gab es die Forellen im Bach vor der Tür, das ist heutzutage leider nicht mehr so!
Eine glückliche Gegenden auf der Welt bieten noch dieses Vergnügen, für uns alle erreichbar: Norwegen

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Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.
J. Anouilh 1910-1987
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
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 Betreff des Beitrags: Re: Lerne von den uralten Meistern
 Beitrag Verfasst: Di 11. Sep 2012, 17:25 
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tolle fragen andreas ;) hätte ich jetzt haare aufen kopf würde ich sie jetzt ein drehen mit den zeige finger :lol:

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Nur der Köder im Wasser bringt euch Die 80
es gibt keine geheimem geheim stellen


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 Betreff des Beitrags: Re: Lerne von den uralten Meistern
 Beitrag Verfasst: Di 11. Sep 2012, 17:41 
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Interessante Dinge die da ausgegraben hast Andreas. :thumbsup:

Warum sind die heutigen Fliegenruten so kurz?

Zweihandruten sind doch wieder stark im kommen...zumindest dort wo das Gewässer es zulässt. Am dicht bewachsenen Gewässer sicherlich nicht.
Vermutlich wird man aber auch mit modernen kurzen Ruten mehr erreichen können als mit den längeren von Großvater!?! Ist aber natürlich nur Spekulation.
Gruß Malte

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http://brandungsangler.weebly.com/ Angeln zwischen Ostsee und Elbe


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 Betreff des Beitrags: Re: Lerne von den uralten Meistern
 Beitrag Verfasst: Di 11. Sep 2012, 17:51 
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Ramin hat geschrieben:
Warum sind die heutigen Fliegenruten so kurz?
Lange Ruten sind umständlich zum Transport und mit Sicherheit auch schwerer zu fischen. Als früher noch mit normaler Schnur gefischt wurde war die lange Rute notwendig um Weiten zu erreichen. Die verwendung neuer Schnüre die tragend sind, wie eine Keulenschnur, ermöglichen es weiter zu werfen trotz kürzerer Ruten...


Warum sind die Fliegen vielfach so klein?
Weil die Fische kleiner geworden sind! Die großen Fische sind nicht mehr überall zu fangen, Mitgrund ist wohl eine Überfischung?

Warum ist es so hoch technisch ausgelegt, wenn der Fliegenfischer los geht?
Der Zahn der Zeit, bessere Materialien und besseres Verständnis der Materie. Wobei ja das Fliegenfischen weniger technisch ist als das Spinnfischen. Eine Rolle wird theoretisch nicht gebraucht, die Schnur wird geworfen, kein Köder also nur kurze distanzen und dann wird mit der Hand gestrippt...

Warum fischt er nicht dort, wo es die Vorväter schafften ihre Familien zu ernähren?
Ich würde sagen die Antwort ist wie bei der zweiten Frage. Früher gab es die Forellen im Bach vor der Tür, das ist heutzutage leider nicht mehr so!
Eine glückliche Gegenden auf der Welt bieten noch dieses Vergnügen, für uns alle erreichbar: Norwegen



(1) Teleskopruten kann ich von 15 m auf unter 1 m zusammen schieben.

(2) Wir lernen leise zu sein in unserer Natur. Der jagende Fisch platscht. Der wässernde Falter strampelt. Der Käfer macht wellen im Wasser... - sind wir noch Teil der Natur, wenn wir sie nicht "stören" = benutzen dürfen?

(3) Können wir keine Fliegen ohne Bindegerät fertigen? Muss die Wicklung perfekt sein? Können wir ohne UV-Filter nicht mehr schauen? Und wozu haben Flyfisher am Wasser ein Handy?

(4) Sind die Fische wirklich nicht vorne an.... Mefos in der ersten Rinne, Dorsch am Spülsaum... ?? Sicher ???

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