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 Betreff des Beitrags: Das Wort "Dorschfangverbot" geistert durch die Lande
 Beitrag Verfasst: Sa 25. Jul 2015, 16:25 
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Registriert: Sa 1. Jan 2011, 16:55
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Zitat:
2013 haben Hobby-Angler erstmals fast annähernd soviel Dorsch aus der westlichen Ostsee am Haken gehabt wie Berufsfischer in ihren Netzen. Nach Angaben des Rostocker Thünen-Instituts für Ostseefischerei holten Privatangler rund 3.206 Tonnen des beliebten Speisefischs aus dem Meer, die Berufsfischer mit 3.237 Tonnen lediglich etwas mehr.


Quelle: [url="http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Angler-und-Fischer-gleichauf-beim-Dorschfang,dorschfang100.html"]NDR.de[/url]

In Europa verlangt man genaue Fischfang-Zahlen, und zwar von Berufsfischern und Anglern. Bei den Anglern ist man bisher von einer maßgeblichen Anzahl gefangener Fische ausgegangen. Das Thünen-Institut hat bekanntlich beprobt und Daten gesammelt, für 140.000 Dorschangler gilt in der Menge der...

Zitat:
... jährliche Dorschfang von 1,8 bis 3,7 Millionen Stück bzw. zwischen 2.159 und 4.127 Tonnen. Die Mehrheit der Dorsche in der westlichen Ostsee wurde von Boot- und Kutteranglern und weniger von Anglern an Land gefangen.


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Bei einer Mittelwertbetrachtung sind das etwa 22 Fische pro Angler. Thünen rechnet dazu:

Zitat:
Tatsächlich wurde geschätzt, dass sie in den Jahren 2005 bis 2010 jährlich im Mittel knapp 50 Prozent der Biomasse entnommen haben, die zur selben Zeit von der deutschen kommerziellen Fischerei aus demselben Gebiet angelandet wurde.


Quelle: [url="https://www.ti.bund.de/de/of/arbeitsbereiche/forschung/deutsches-meeresangelprogramm/wo-ist-der-haken/"]Thünen, Übersicht[/url]

Der hohe Anteil der Angelfänge vom Kutter & Kleinboot gegenüber dem Küsten- u. Hafenangler ist mit der Sterblichkeitsrate der zu kleinen Fische aus 45 bis 70 % Rückwurf zu summieren. Die Untersuchung zur Sterblichkeitsrate soll abgeschlossen sein.

Quelle: [url="https://www.ti.bund.de/de/of/projekte/lebende-meeresressourcen/sterblichkeit-von-geangelten-und-zurueckgesetzten-dorschen/"]Rückwurf Angeldorsch: Sterblichkeit[/url]

Das Anglerbord berichtet nun von Absichten zur Begrenzung der Angelfänge, die von Dr. Roland Lemcke (zuständig im Ministerium für die Fischerei) betrieben werden.

Vielleicht kommt eine Mengenbegrenzung (bei fünf pro Tag brauche ich nicht mehr raus fahren) oder eine Gesamtfangmenge (arme Dorschangelindustrie, da kaufe ich doch kein Spezialgeschirr mehr) oder gar eine Schonzeit (was nur mit Pilkverbot geht, sonst angeln alle auf Köhler und Wittel), wobei die Schonzeit die touristischen Angebote köpft.

Einfacher ist meines Erachtens die Ausweitung der Schongebiete oder noch einfacher ein Verbot in Tiefen > ... Meter während der Laichzeit zu fischen, vielleicht reichen da 20 m, ggf. eben 15 m. Da ist genug Fisch für die eigene Pfanne zu holen.

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Aber wo ist eigentlich das Problem? Schließlich heißt es doch:

Zitat:
Für Institutsleiter Christopher Zimmermann stellen diese Mengen keine Gefahr für die Dorsch-Population dar: "Ein nachhaltig bewirtschafteter Dorschbestand verträgt diese Abfischmengen, wir sehen da kein großes Problem." Der Berufsfischerei würden durch die Freizeitangler nicht zu viele Fische weggenommen.


Quelle: [url="http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Angler-und-Fischer-gleichauf-beim-Dorschfang,dorschfang100.html"]NDR.de[/url]

Also alles nur Schaumschlägerei? Saure Gurken-Zeit der Presse im Sommer?

Ich fürchte "nein". Ich ahne eher etwas wie "Das kann doch nicht angehen, dass die bald mehr haben als wir"... aus dem Munde eines Fischers und dann die Fortsetzung mit "Gleiches Recht für alle, wenn wir eine Quote kriegen, dann die auch"... Und schon lernen wir, dass der langsam aussterbende Berufszweig Fischer (Seefischer) immer mehr Fische pro Fischer quotiert, während der zunehmende Anglerbereich die Fischmenge auf immer mehr Angler verteilen muss.

Vielleicht kommt dann mal einer auf die Idee die Einnahmen der Wirtschaft aus der Angelfischerei mit dem Anteil der Berufsfischer an der Wirtschaft des Staates zu vergleichen. dann nämlich müssten die Angler eine weit höhere Quote erhalten! Denn der Angler zahlt für seinen Dorsch alles in allem viel mehr (Erlaubnis, Kutter/Boot, Angel, Zubehör, ggf. Übernachtung u.s.w.).

Ob das jemand "da oben" versteht?

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Wort "Dorschfangverbot" geistert durch die Lande
 Beitrag Verfasst: Sa 25. Jul 2015, 20:50 
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Registriert: Sa 7. Sep 2013, 19:59
Beiträge: 571
Wohnort: Fehmarn
Ob das jemand "da oben" versteht?

Das bezweifle ich leider sehr.

Wir haben leider keine Fürsprecher, da oben. :sauer:

Und unser Angelverband hat sich auch noch nicht mit Ruhm bekleckert.

_________________
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen! Gruss Jörg


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